Diamanten geschenkt

tau_diamanten_osterseen

Überall im Kosmos gibt es kostbare Edelsteine.
Und sie sind auch in jedem von uns.
Ich möchte dir eine Handvoll davon schenken, lieber Freund.
Ja, heute Morgen möchte ich dir eine Handvoll schenken,
eine Handvoll Diamanten, funkelnd von morgen bis abends.

Jede Minute unseres Lebens ist ein Diamant,
der den Himmel und die Erde erhält, den Sonnenschein, den Fluss.
Wir müssen einfach nur sanft und achtsam atmen,
dann wird sich uns das Wunder zeigen: Vögel singen, Blumen blühen.
Hier ist der blaue Himmel, hier treiben Wolken.
Dein allerliebster Blick, dein schönes Lächeln.
All dies ist in einem Juwel enthalten.

Du bist der reichste Mensch auf Erden
und benimmst dich wie ein notleidender Sohn.
Bitte tritt dein Erbe an.
Lass uns einander Glück schenken und lernen
im gegenwärtigen Moment zu weilen.
Lass uns das Leben liebevoll in unseren Armen halten
und unsere Unachtsamkeit und Verzweiflung loslassen.

Thich Nhat Hanh

Geburts-Tag

In meinen Schritten haben Kilometer Platz,
mein Herz macht auf zu einem neuen Kontinent,
in meinen Worten scheint die Sonne
und meine Hände streck ich in die Welt,
im Moment hab ich mein Heim gefunden
und atme mich ins Leben tief hinein und weit hinaus.
andrea_dirndl

 

Losgelassen

Als ich dich losließ,
Ganz losließ,
War der Weg wieder frei zu mir
und ich
Erkannte mich wieder, fand mich wieder, gewann mich wieder.
Dich loslassend fand ich mich endlich wieder,
Hatte mich ganz verlassen.
Mich wieder ganz einnehmend begegnete ich
Mir wieder, fand wieder Sprache und Form, Stimme und Gestalt.
Da warst du wieder, ganz neu fand ich Dich vor
Tief in meinem Herzen.
pferd_im_schnee_blog

Liebe als Lehrer

Die Liebe ist mein strengster Lehrer, mein unbestechlicher Spiegel,
Erinnerung daran, dass alles möglich ist und gibt mir zu fühlen meine
allzu bekannten Grenzen.
Lässt mich ins tiefste Kerkerdunkel blicken und im taghellen Licht erscheinen,
schält alle Masken ab nacheinander,
gibt mir den Blick frei auf mich selbst und all das was ich sein kann.
erstarrtes_fliessendes_blog

Die Angst umarmen

Angst, ich umarme Dich,
darfst bei mir sein, neben mir sein,
ich seh dich schon, bist mir vertraut
und in meiner Liebe zu mir,
lass ich Dich schmelzen.

Dich, mein Freund,
geb ich frei,
sprech Dich frei,
sei so wie du bist, nichts zu ändern.

Ganz nehm ich mich wieder
zu mir und geb mir alles, bin mir alles,
ganz in Liebe zu mir selbst gehüllt.

wertach_blog

 

Lebenszeit

Seit ich weiss,
unser zugelaufener Kater war ein Strassenkater in Rumänien,
seit ich weiss unser Kater ist 16 Jahre alt
und nicht 5 wie gedacht, hat sich mein Blick auf ihn verändert.
Noch weicher ist mein Blick geworden, mein Denken noch liebevoller,
jede Stunde die er hier auf dem Sofa liegt und seelig schläft ist
ein Geschenk.
Schauen wir doch auch so auf unser Leben und unsere
Lebens-Gefährten. Wissen wir ja nicht, wie lange wir
hier sind, wie lange sie hier sind und das Geheimnis und den Zauber
unserer Lebenszeit teilen.
amichetto_16_blog

 

Mut

Wenn einer von uns in sein wirkliches Leben eintritt,
sich traut zu sich zu stehen sich näher und näher kommt,
Mut zeigt, dann ist er ein Beispiel und Vorbild für die anderen,
ihren Weg auch zu gehen.
Die Freiheit die ich mir zugestehe, die ich mir nehme
wird zur Freiheit der anderen.
Was ich mir antue tue ich andern an, was ich mir ermögliche,
ermögliche ich dadurch auch den andern.
Wenn ich also Grenzen und Mangel in meinem Leben sehe
dann schaue ich noch innen und frage mich
wo halte ich mich selber im Mangel und in Grenzen.
Um in meine Freiheit in meinen Reichtum zu kommen erlaube ich es mir,
Mut zu haben ihn auszuleben, zu zeigen.
Dann finde ich nach und nach Freiheit und Reichtum auch im außen.
harlekinbluete2_blog

 

Honeymoon Mauritius (mit Bildergalerie)

In der Liebe begegnen wir uns und allen unseren Facetten
wie in einem Jahrmarktspiegelkabinett. In manchen Facetten erkennen wir uns,
manche machen uns Angst, scheinen bedrohlich, wir wollen schnell weiter, Augen zu!
Alles von uns noch nicht Angenommene konfrontiert uns in diesem Zerrspiegel
und fordert integriert zu werden, will akzeptiert sein.
Solange bis wir durch dieses Spiegelkabinett gehen und uns in allen Brechungen,
Farben und Formen wieder erkennen, weder Engel noch Dämon, immer nur wir selbst.
Solange bis wir ganz Frieden geschlossen haben mit uns,
mit allen Gedanken, mit allen Gefühlen.

Mehr meiner Fotografien von Mauritius hier

mauritius_blog

Fünfzig

Erkenne Dich, sag Dir JA! Liebe Dich!
Nimm es an, dass Du erwachsen bist,
gib Deinem Kind den Frieden.
Stelle Deine Gesetze auf,
Schätze Deine Schätze,
mach aus Ihnen einen blühenden Garten.
Lass Früchte Deiner Begabungen wachsen, ernte sie,
teile sie, finde in Dir selbst Reichtum.
Erkenn Dich, sag Dir JA! Liebe Dich!
andrea_50_blog

Gedanken

Meine Gedanken werfen mich ins Gefängnis
oder entlassen mich in die Freiheit.
Sie rufen mich zum Krieg
oder geben mir meinen Frieden.
Immer bin ich es selbst, die über mein Glück
oder Unglück entscheidet.
Meine Gedanken: meine Wahl, mein Leben.
feder_ammersee_blog

Selbstschutz

Das ängstliche innere Kind an der Hand nehmen,
mit ihm zusammen in den Abgrund schauen,
erkennen, jetzt kann ich es beschützen.

Fühlen, wie leicht nun mein Leben sein kann,
nichts, was ich je befürchtete, trat ein.

Entlaste ich alle Anderen von ihrer Aufgabe
mich zu bewahren, zu nähren und zu halten.

In solchen momenten erahne ich mich in mir:
wohlbehütet, voll umsorgt, gesehen und geliebt.
selbstschutz_blatt_im_schnee_blog

Zweites Leben

Nachdem uns unsere Eltern das Leben geschenkt haben,
kommt eine Zeit in der wir uns das Leben – unser Leben –
noch einmal selbst schenken.

Wir dürfen mit Sanftmut und einem Lächeln auf uns sehen
und auswählen: Gedanken, Gefühle, Stimmungen, Umgebungen,
mit wem wir unsere Tage teilen, womit wir unsere Stunden füllen,
wer wir für uns sein wollen.

Die mitgegebenen Grenzen, Mauern, Vorstellungen
schieben wir leise zur Seite, Tag um Tag ein Stück mehr.

Wir sind, wenn wir uns selbst unser Leben zum Geschenk machen
unerhört, losgelassen.

Alte Gedanken wehen uns an, verbraucht, verstaubt, welk,
sie dürfen weiter ziehen, abdanken, haben ausgedient.

Womit will ich mein Denken füllen?
Mit Kindern lachen, mit Katzen schnurren, mit allem was mir begegnet feiern.

Von allem nur das Schönste, Beste glauben,
nichts ist zu schön, um nicht wahr zu sein.

So als würde ich jetzt schon meinen eigenen Nachruf leben,
auf mein Leben, das mir selbst geschenkte,
und zurückblicken im Frieden.
rauhreif2_blog